- quadratmeter -

bei dieser zusammenfassung von bildern nahm immer die gleiche motivation die oberhand: nämlich in spontaner und oft explodierender art farbe auf die leinwand zu bringen, die farbe aber auch gleichzeitig zu bändigen, tiefen zu erzeugen, in die man eintauchen kann, zu experimentieren, ohne vorab schon zu denken, was dieses experiment denn bringen könnte. irgendwie gehirn abschalten und dem automatismus von erfahrung den zufall gegenüber setzen.

natürlich kam nur die abstrakte darstellung in frage, und gerade darin gefiel mir die unheimliche verwobenheit, die dichte, welche die farblasuren aufzubauen im stande waren. es entstanden formen und flächen ohne spezielle führung, spontan und ungeplant. farben fingen an zu vibrieren oder bildeten beruhigende ebenen und waren doch nie bestimmt und ausgerichtet. durch die eigenhändig aufgebauten strukturen, die ein eigenes relief bildeten, verstärkte sich diese dichte noch. außerdem spielte die wahl der leinwand eine große rolle, da sie nur teilweise grundiert wurde und ich so ein weiteres darstellungsmittel fand, mattes dem leuchtenden gegenüber zu stellen.

immer wieder taucht die frage nach der aussage eines bildes auf. diese frage macht mich traurig, da sie zeigt, daß es menschen gibt, die eine “feste” darstellung brauchen, damit sie überhaupt empfindungen und gefühle erleben können. dabei entstehen meine bilder aus dem bauch heraus und somit kann und will ich keine erklärungen und antworten geben. jeder hat seinen eigenen bauch! es sollte reichen, daß der betrachter einfach sieht, auf sich wirken läßt und vorhanden sein läßt. egal ob positiv oder negativ, aber genußvoll.

genug der worte für bilder, die gerne ohne auskommen möchten.