DKDV_Plakat_Homepage_smal.jpg- Das Kreuz der Verlobten - eine Oper -

Die Zusammenarbeit mit Christian Klinkenberg und Marc Kirschvink wird in einer Oper fortgesetzt. In dem 2015 begonnenen Projekt „Partitur“ wurden Kirschvinks Bildkompositionen zu Musik. Für „Das Kreuz der Verlobten“ wurde das System der grafischen Notation weiterentwickelt. Elemente aus den Werken Kirschvinks wurden extrahiert und mit gezielter musikalischer Wirkung rekonstruiert. Erfrischend neue Bild- und Klangkonstrukte entstehen: Eine interdisziplinäre, künstlerisch lebendige Begegnung. 

„Neben der (Wieder-)Entdeckung der Mikrotonalität fand in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Emanzipation des Geräusches statt. Sie spielt eine zentrale Rolle in der Musik dieser Oper. So erkennt der aufmerksame Zuhörer das Pfeifen des Windes, das Knacken der Äste unter den Füßen der Wanderer oder ganz im Allgemeinen die mystisch entrückte Sinnlichkeit der Klänge des Hohen Venns, die von den Sängern und dem Orchester unter Bart Bouckaert anhand von Marc Kirschvinks grafischen Partituren mit viel Feingefühl zum Leben erweckt wird.

Solche Sinnlichkeit entsteht etwa im Gegeneinander der Glissandi und Tremoli oder in Kombinationen aus Holz-und Streicherklängen, die sich wie Nebelbänke über die von Ann Gontarek erdachte Bühne legen. Die grafische Notation dient hier dem Zweck, dem Musiker und Sänger mehr Freiheit zu gewähren, seinen individuellen Charakter stärker einzubringen, als es mit traditioneller Notation der Fall wäre.

Dadurch wird keine Aufführung wie die vorherige klingen. Es ermöglicht ferner eine intensivere Interaktion Orchester – Sänger – Orchester und bildet somit einen Gegenpol zum bis zur Sterilität an den Massengeschmack angepassten, auf Knopfdruck abrufbaren, konservierten Produkt Musik.“

Christian Klinkenberg, Komponist

www.christianklinkenberg.com

Trailer zur Oper "Das Kreuz der Verlobten"

Die komplette Oper "Das Kreuz der Verlobten"